Eine Unterrichtseinheit zum Zeigen und Mitmachen: Woher weiß eine KI, was sie schreiben soll? Die Kinder spielen das Wort-Rate-Spiel, trainieren eine eigene Mini-KI und bringen ihr mit Daumen hoch Benehmen bei.
Bedienung: Mit den Pfeiltasten ← → oder der Leertaste blättern, F für Vollbild, H für die helle Beamer-Ansicht. Jede Folie hat eine eigene Adresse, zum Beispiel #folie-5.
Für Lehrkräfte
Du unterrichtest und wünschst dir eine Einheit zu einem bestimmten Thema? Schreib mir dein Wunschthema →
Alles läuft lokal im Browser. Die Mini-KI rechnet direkt auf dem Gerät, es wird nichts an einen KI-Dienst geschickt. Keine Anmeldung, keine Cookies, kein Tracking.
Steckbrief
- Klassenstufe: 4 bis 8
- Fächer: Informatik, Medienbildung, Deutsch, Ethik
- Dauer: 45 Minuten, einzelne Folien lassen sich auch für sich zeigen
- Material: Smartboard oder Beamer, optional Tablets
Lernziele
- Die Kinder erklären den Unterschied zwischen einem Programm mit festen Regeln und einer KI, die aus Beispielen lernt.
- Sie beschreiben, dass eine Sprach-KI immer das nächste Wort vorhersagt.
- Sie erleben, dass mehr und bessere Beispiele zu besseren Ergebnissen führen.
- Sie begründen, warum Menschen KI-Antworten bewerten und prüfen müssen.
Ablauf
| Minute | Folie | Was passiert |
|---|---|---|
| 0 – 5 | 1 – 2 | Einstieg: Wo begegnet euch KI? An der Tafel sammeln. |
| 5 – 10 | 3 | Katzen erkennen: Regeln aufschreiben lassen und an Gegenbeispielen scheitern. |
| 10 – 15 | 4 | Rate-Spiel: Klasse rät, dann zeigt die Mini-KI ihre Wahrscheinlichkeiten. |
| 15 – 25 | 5 | Kinder diktieren eigene Sätze, die KI wird trainiert und erfindet neue. Lustige Fehler besprechen. |
| 25 – 30 | 6 | Wie viel große KIs lesen: Größenordnung staunen lassen. |
| 30 – 35 | 7 | Daumen hoch: Klasse stimmt ab, das Hilfsbereit-o-Meter reagiert. |
| 35 – 40 | 8 – 9 | Genau sagen, was man will. KI kann sich irren. |
| 40 – 45 | 10 – 11 | Quiz und Merksätze. |
Ohne Computer: Die Klasse ist das Sprachmodell
Die Lehrkraft schreibt einen Satzanfang an die Tafel, zum Beispiel „Am Wochenende gehe ich …“. Alle schreiben ein passendes nächstes Wort auf einen Zettel. Die Zettel werden gezählt, das häufigste Wort gewinnt und kommt an die Tafel. Dann geht es mit dem nächsten Wort weiter. So entsteht ein Satz, Wort für Wort, genau wie bei einer Sprach-KI. Anschließend: Warum ist der Satz so „normal“? Was müsste passieren, damit er überraschend wird?
Gesprächsimpulse
- Ist eine KI schlau, oder tut sie nur so?
- Wer ist verantwortlich, wenn eine KI etwas Falsches sagt?
- Welche Beispiele sollte eine KI besser nicht lernen?
- Was würdet ihr einer KI nie erzählen, und warum?
Datenschutz im Unterricht: Bei echten KI-Diensten keine Namen, Fotos oder persönlichen Daten eingeben. Viele Dienste haben Altersgrenzen. Diese Einheit braucht keinen KI-Dienst, alles läuft im Browser.
Vereinfachungen: Die Mini-KI zählt nur, welches Wort wie oft auf ein oder zwei andere Wörter folgt. Große Sprachmodelle nutzen dafür riesige neuronale Netze und betrachten viel mehr Text auf einmal. Das Prinzip „das nächste Wort vorhersagen“ stimmt aber. Das Bewerten mit Daumen hoch ist eine vereinfachte Darstellung davon, wie Menschen KI-Modelle nachtrainieren.
Für Erwachsene gibt es die Geschichte dahinter: Diese Website hat eine KI gebaut. Ich habe ihr gesagt, wie →
