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4–6 Minuten

Wie lernt eine KI?

Eine Unterrichtseinheit zum Zeigen und Mitmachen: Woher weiß eine KI, was sie schreiben soll? Die Kinder spielen das Wort-Rate-Spiel, trainieren eine eigene Mini-KI und bringen ihr mit Daumen hoch Benehmen bei.

Folie 1
// Für die Klassen 4 bis 8

Wie lernt eine KI?

Warum ein Computer schreiben, malen und sogar Websites bauen kann, und wer ihm das beigebracht hat.

// Was ist das eigentlich?

KI heißt Künstliche Intelligenz

Ein normales Programm macht genau das, was jemand Schritt für Schritt aufgeschrieben hat. Eine KI ist anders: Sie lernt aus Beispielen.

// Frage an die KlasseWo habt ihr schon einmal mit einer KI zu tun gehabt?
// Regeln oder Beispiele?

Woran erkennst du eine Katze?

Versuch mal, Regeln aufzuschreiben: vier Beine, Fell, spitze Ohren … aber ein Hund hat das auch! Regeln sind schwer.

Viel leichter: Wir zeigen tausende Bilder und sagen jedes Mal „Katze“ oder „keine Katze“. So lernt eine KI die Muster selbst.

// Das Rate-Spiel · zum Mitmachen

Welches Wort kommt als Nächstes?

„Ich putze mir die …“

Ratet zuerst in der Klasse. Dann schauen wir, was unsere Mini-KI denkt.

// Trainiere deine eigene Mini-KI

Die KI lernt aus euren Sätzen

Schreibt eigene Sätze dazu, drückt auf „Trainieren“ und lasst die KI dann einen neuen Satz erfinden.

// Wie viel lesen große KIs?

Eine riesige Bibliothek

Unsere Mini-KI kennt ein paar Sätze. Große KIs wie ChatGPT oder Claude haben Bücher, Webseiten, Lexika und Computerprogramme gelesen: Billionen Wörter, geschrieben von Menschen.

// Stell dir vorWürdest du jeden Tag acht Stunden lesen, bräuchtest du für so viel Text über hunderttausend Jahre.
// Daumen hoch · zum Mitmachen

Menschen bringen der KI Benehmen bei

Nach dem Lesen kann die KI viel, aber sie weiß nicht, welche Antwort hilfreich und freundlich ist. Das zeigen ihr Menschen. Welche Antwort ist besser?

Hilfsbereit-o-Meter
// Wie sage ich der KI, was ich will?

Je genauer, desto besser

Auch diese Website ist mit einer KI entstanden. Der Trick: Man muss ihr genau sagen, was man will. Klickt die Wünsche an:

Treffer-o-Meter
// Vorsicht

KI kann sich irren

Eine KI rät Wörter, sie weiß nicht wirklich, ob etwas stimmt. Manchmal erfindet sie Dinge und klingt dabei trotzdem ganz sicher.

Auch beim Bau dieser Website hat die KI einen Fehler eingebaut: Ein einziges Zeichen wurde beim Veröffentlichen verändert, und plötzlich funktionierten die Spiele nicht mehr. Erst ein Test auf der echten Seite hat es gezeigt.

// MerkeWas eine KI sagt, prüft ein Mensch. Immer.
// Quiz

Habt ihr es verstanden?

Woraus lernt eine KI?

Aus sehr vielen Beispielen, zum Beispiel aus Texten, die Menschen geschrieben haben.

Was macht eine Sprach-KI immer wieder?

Sie rät das nächste Wort.

Wer bringt der KI bei, hilfreich und freundlich zu sein?

Menschen, die Antworten bewerten: Daumen hoch oder runter.

Muss man prüfen, was eine KI sagt?

Ja! Sie kann sich irren und trotzdem sicher klingen.

// Das habt ihr gelernt

So lernt eine KI

  1. 📚 Sie liest unglaublich viele Beispiele.
  2. 🔮 Sie lernt, welches Wort wahrscheinlich als Nächstes kommt.
  3. 👍 Menschen zeigen ihr, welche Antworten gut sind.
  4. 🎯 Wer genau sagt, was er will, bekommt bessere Ergebnisse.
  5. 🔍 Ein Mensch prüft, was dabei herauskommt.
// was zu zeigen war ∎Eine KI ist kein Zauberer. Sie hat von Menschen gelernt, und Menschen bleiben verantwortlich.

Bedienung: Mit den Pfeiltasten ← → oder der Leertaste blättern, F für Vollbild, H für die helle Beamer-Ansicht. Jede Folie hat eine eigene Adresse, zum Beispiel #folie-5.

Für Lehrkräfte

Du unterrichtest und wünschst dir eine Einheit zu einem bestimmten Thema? Schreib mir dein Wunschthema →

Alles läuft lokal im Browser. Die Mini-KI rechnet direkt auf dem Gerät, es wird nichts an einen KI-Dienst geschickt. Keine Anmeldung, keine Cookies, kein Tracking.

Steckbrief

  • Klassenstufe: 4 bis 8
  • Fächer: Informatik, Medienbildung, Deutsch, Ethik
  • Dauer: 45 Minuten, einzelne Folien lassen sich auch für sich zeigen
  • Material: Smartboard oder Beamer, optional Tablets

Lernziele

  • Die Kinder erklären den Unterschied zwischen einem Programm mit festen Regeln und einer KI, die aus Beispielen lernt.
  • Sie beschreiben, dass eine Sprach-KI immer das nächste Wort vorhersagt.
  • Sie erleben, dass mehr und bessere Beispiele zu besseren Ergebnissen führen.
  • Sie begründen, warum Menschen KI-Antworten bewerten und prüfen müssen.

Ablauf

MinuteFolieWas passiert
0 – 51 – 2Einstieg: Wo begegnet euch KI? An der Tafel sammeln.
5 – 103Katzen erkennen: Regeln aufschreiben lassen und an Gegenbeispielen scheitern.
10 – 154Rate-Spiel: Klasse rät, dann zeigt die Mini-KI ihre Wahrscheinlichkeiten.
15 – 255Kinder diktieren eigene Sätze, die KI wird trainiert und erfindet neue. Lustige Fehler besprechen.
25 – 306Wie viel große KIs lesen: Größenordnung staunen lassen.
30 – 357Daumen hoch: Klasse stimmt ab, das Hilfsbereit-o-Meter reagiert.
35 – 408 – 9Genau sagen, was man will. KI kann sich irren.
40 – 4510 – 11Quiz und Merksätze.

Ohne Computer: Die Klasse ist das Sprachmodell

Die Lehrkraft schreibt einen Satzanfang an die Tafel, zum Beispiel „Am Wochenende gehe ich …“. Alle schreiben ein passendes nächstes Wort auf einen Zettel. Die Zettel werden gezählt, das häufigste Wort gewinnt und kommt an die Tafel. Dann geht es mit dem nächsten Wort weiter. So entsteht ein Satz, Wort für Wort, genau wie bei einer Sprach-KI. Anschließend: Warum ist der Satz so „normal“? Was müsste passieren, damit er überraschend wird?

Gesprächsimpulse

  • Ist eine KI schlau, oder tut sie nur so?
  • Wer ist verantwortlich, wenn eine KI etwas Falsches sagt?
  • Welche Beispiele sollte eine KI besser nicht lernen?
  • Was würdet ihr einer KI nie erzählen, und warum?

Datenschutz im Unterricht: Bei echten KI-Diensten keine Namen, Fotos oder persönlichen Daten eingeben. Viele Dienste haben Altersgrenzen. Diese Einheit braucht keinen KI-Dienst, alles läuft im Browser.

Vereinfachungen: Die Mini-KI zählt nur, welches Wort wie oft auf ein oder zwei andere Wörter folgt. Große Sprachmodelle nutzen dafür riesige neuronale Netze und betrachten viel mehr Text auf einmal. Das Prinzip „das nächste Wort vorhersagen“ stimmt aber. Das Bewerten mit Daumen hoch ist eine vereinfachte Darstellung davon, wie Menschen KI-Modelle nachtrainieren.

Für Erwachsene gibt es die Geschichte dahinter: Diese Website hat eine KI gebaut. Ich habe ihr gesagt, wie →

was zu zeigen war