Eine Unterrichtseinheit zum Zeigen und Mitmachen: Wie erkennt man einen Eindringling im Computernetz? Mit einer Köder-Schatzkiste, die niemand öffnen muss, einem Wächter, der sich regelmäßig meldet, und klugen Regeln, wann man sofort sperrt und wann ein Mensch entscheidet.
Bedienung: Mit den Pfeiltasten ← → oder der Leertaste blättern, F für Vollbild, H für die helle Beamer-Ansicht. Jede Folie hat eine eigene Adresse, zum Beispiel #folie-4.
Für Lehrkräfte
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Alles läuft lokal im Browser als Simulation. Es wird kein echtes Netz untersucht. Keine Anmeldung, keine Cookies, kein Tracking.
Steckbrief
- Klassenstufe: 4 bis 8
- Fächer: Informatik, Medienbildung, Ethik
- Dauer: 45 Minuten
- Material: Smartboard oder Beamer, für das Spiel ohne Computer: ein paar Schachteln und Zettel
Lernziele
- Die Kinder erklären, was ein Honeypot ist und warum jeder Zugriff darauf verdächtig ist.
- Sie begründen, warum ein Köder dort stehen muss, wo Eindringlinge zuerst suchen.
- Sie verstehen, dass Stille nur mit einem Lebenszeichen „alles ruhig“ bedeutet.
- Sie unterscheiden eindeutige Fälle, in denen ein System selbst handeln darf, von unklaren, in denen ein Mensch entscheidet.
- Sie diskutieren, wann Beobachten fair ist.
Ablauf
| Minute | Folie | Was passiert |
|---|---|---|
| 0 – 5 | 1 – 2 | Einstieg: Jemand schnüffelt im Klassenzimmer. Ideen sammeln. |
| 5 – 15 | 3 – 4 | Die Köder-Idee, dann das Netz-Spiel: normaler Tag gegen Schnüffler. |
| 15 – 20 | 5 | Wo steht die Kiste? Abstimmen und begründen. |
| 20 – 27 | 6 | Den Wächter einschlafen lassen: Was bedeutet Stille? |
| 27 – 35 | 7 | Sofort sperren oder Mensch fragen? Drei Fälle entscheiden. |
| 35 – 40 | 8 | Gespräch: Ist eine Falle fair? |
| 40 – 45 | 9 – 10 | Quiz und Merksätze. |
Ohne Computer: Wer ist der Schnüffler?
Im Raum stehen mehrere beschriftete Schachteln, darunter eine „Schatzkiste“, in der nur ein Zettel liegt: „Erwischt!“. Ein Kind bekommt heimlich eine Spion-Karte mit dem Auftrag, in den Schachteln nach einem Codewort zu suchen. Die anderen sind Wächter, dürfen aber nur die Schatzkiste beobachten. Ein Wächter muss alle zwei Minuten „Alles ruhig!“ rufen. Was passiert, wenn er es vergisst? Gemeinsam auswerten: Warum war die Schatzkiste der beste Beobachtungsposten?
Gesprächsimpulse
- Warum ist es schlau, nicht alles zu beobachten, sondern nur den Köder?
- Was wäre, wenn ein Computer immer sofort sperrt, auch bei Fehlalarm?
- Welche Geräte bei euch zu Hause sind mit dem Internet verbunden? Wüsstet ihr, wenn eins krank wäre?
Wichtiger Hinweis: Fremde Netze abzutasten oder in sie einzudringen, ist verboten, auch das Schulnetz und auch „nur zum Ausprobieren“. Die Einheit zeigt das Prinzip als Simulation. Werkzeuge zum Untersuchen echter Netze gehören nicht in den Unterricht ohne ausdrückliche Erlaubnis der Schule.
Vereinfachungen: Echte Honeypots ahmen Dienste wie Anmeldeseiten oder Dateifreigaben nach und protokollieren Zugriffe. Das „Rütteln an der Kiste“ steht für einen Verbindungsversuch. Ob ein Absender gefälscht sein kann, hängt von der Art des Zugriffs ab. Das Prinzip „eindeutig automatisch, unklar per Mensch“ entspricht der Praxis.
Für Erwachsene: Ein Köder im eigenen Netz: Wie mein Honeypot zum Frühwarnsystem wurde →
